How To Survive als Radfahrer

Vorab erst einmal ein paar persönliche Worte:

Liebe Juliane,
liebe Blogger-Kollegin und Berlinerin,

Herzlichen Glückwunsch zu deinem ersten, gut gelungenen Buch! Weiter so! Nach dieser Premiere warten ich und die Rad fahrende Community auf weitere Zeilen, Seiten und vor allem Bücher von Dir.

Dankeschön für das kurzweilige Buch,

Heinz


juliane05250 Seiten, ohne bunte Bilder dazwischen, müssen erst einmal geschrieben und vor allem muss auch alles, was aufgeschrieben wird, vorher auch erlebt werden.

Bei Julianes erstem Buch über ihrer Erfahrung als Teilnehmerin am urbanen Stadtverkehr ist ein umfassender Ratgeber mit einer eindeutigen Verortung in Berlin herausgekommen. Der Inhalt gilt jedoch auch für jeden anderen urbanen Raum, da  sich Berlin auch nur aus einer Ansammlung von Dörfern (hier Kiez genannt) zusammensetzt.

Es ist, auch wenn das Wort „Berlin“ vernommen wird, kein Szenebuch über das Überleben im „Großstadtdschungel“ sondern vielmehr ein sachliches und gut zu lesendes Buch oder besser gesagt, ein Ratgeber. Das Buch beginnt mit der Suche Julianes nach dem richtigen Fahrrad und endet mit der Beschreibung der vielen Möglichkeiten mit dem Fahrrad Geld zu verdienen. Dazwischen werden, aus der Sicht einer begeisterten Radfahrerin, alle Facetten des Radfahrens in der Stadt beleuchtet und mit kleinen, selbst durchlebten Vorfällen verdeutlicht. Einzig der Aspekt „Mode“ ist von der Autorin etwas stiefmütterlich behandelt. Dabei hat sie ihre Masterarbeit mit dem Thema „Urbane Mode für Frauen mit und ohne Fahrrad“ geschrieben. Vielleicht habe ich zum Thema „Mode“ auch zu viel erwartet.

Aber sonst sind so ziemlich alle Keywords abgearbeitet und es ist kurzweilig sich von Kapitel zu Kapitel von der Begeisterung der Autorin mitreissen zu lassen. Auch Thema wie „Alleycat“ hat jetzt eine allgemein gültige Definition, wie der Kampfradler oder andere Reizwörter der Medienlandschaft für die Verfehlungen von Rad fahrenden Individuen.

Angereichert sind alle Stichworte durch selbsterlebte Situationen der Ganz-Jahres-Fahrrad-Fahrerin, Bloggerin von Radelmädchen.de und jetzt Buchautorin Juliane Schumacher.

Für wen ist das Buch geschrieben?

  • Für alle, die schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, durch die Stadt radeln und sich darin wiedererkennen oder sich Anregungen holen um entspannter zur Arbeit, zum Bäcker oder Baden zu fahren.
  • Für Personen, die entschieden haben sich in den Stadtverkehr zu stürzen und darin ohne Blessuren zurecht kommen wollen.
  • Für alle, die einen Leitfaden brauchen um sich in Zukunft „Pendler“ oder besser „Commuter“ zu nennen und Teil einer stetig wachsenden Gemeinde von FahrradfahrerInnen zu werden.
  • Für alle AutofahrerInnen, die einmal nachlesen möchten, was Fahrradfahren in der Stadt bedeutet und vor allem was ihnen bisher entgangen ist.
  • Für alle, die ein Buch an eine lieben Freundin oder lieben Freund verschenken möchten um ihnen glaubhaft zu machen, dass sie nicht die einzigen Bekloppten sich, die bei Wind und Wetter auf dem Fahrrad sitzen.

Und ganz zum Schluß noch eine Frage an die LeserInnen meines Blogs: Warum gibt es derartig gute Bücher nicht im Fahrradladen eures Vertrauens zu kaufen?

Ich jedenfalls bin der Meinung, dort ins Regal und/oder Schaufenster gehören Bücher wie „How To Survive als Radfahrer“, neben die neusten bunten Klingeln, die sichersten Schlösser der Welt oder die leckersten Powerriegel des Universums.

Juliane Schumacher, „How To Survive als Radfahrer – Wie man auf dem Fahrrad in der Stadt überlebt„, erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 258 Seiten und kostet 9,90 Euro.

juliane03

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