Marlene & ihr Barber Bike, ein Portrait

Als Marlene Harster im Winter 2012 angefangen hat über ihre Rolle als zukünftige Mutter und Friseurmeisterin nachzudenken war ihr bewusst welch ein Spagat zwischen Kind und Beruf auf sie zukommen wird. Die Festanstellung in einem Friseursalon war mit der Zukunft als Mutter schwer zu vereinbaren. Es musste eine Lösung gefunden werden. Selbstständig als mobile Friseurin als Perspektive war geboren. Jetzt ist die Idee nicht gerade neu und mit einen PKW durch die Stadt zu düsen kann ja auch mehr als nervig sein, zumal die Parkplätze in Berlin nicht immer vor der Türe wachsen. Hinzu kam, dass Marlene eher als „Normalo“ denn als Fahrrad-Enthusiastin bezeichnet werden konnte. Ihre damaligen Räder kosteten nie mehr als 50 Euro und es reichte ihr vollkommen, dass die „Drahtesel“ fahren und bremsen konnten. Ausserdem gab es in Berlin „Berge“, die es zu erklimmen galt. Damals waren das entscheidende Argumente, bis, ja bis ihr Freund, damals Fahrradkurier und ihre Freundin Fanny Rybarsch sie auf einen gravierenden Denkfehler aufmerksam machten. Investiere in dein Fahrrad und die Anstrengung von A nach B zu kommen nehmen ab bei gleichzeitiger Zunahme von Spass und Freunde am Radfahren.
Die Probefahrt mit einen Lastenrad, dazu noch mit einem unterstützenden Elektromotor, überzeugten sie, dass die Idee als mobile Friseurin zu arbeiten mit einem Lastenrad optimal wäre. Fanny bestellte für sie ein Lastenrad in Dänemark. Als dieses in Berlin eintraf bekam es zuerst eine lila Lackierung und einen maßgeschneiderten Kistenaufsatz. Jetzt konnte es losgehen.

Barber Bike

Barber Bike“ nannte Marlene ihr Lastenrad. Es ist nicht nur ihr lila Einsatzfahrzeug, es ist vielmehr ihre lila Visitenkarte. Und es ist egal ob das „Barber Bike“ auf dem Bürgersteig vor dem Haus steht oder auf der Strasse zum nächsten Kunden rollt, das lila Lastenrad mit der weissen Kiste ist nicht zu übersehen. Im Kistenaufsatz ist Platz genug für Marlenes Arbeitsutensilien und ein Waschbecken zum Haarefärben. Mit ihrem Einsatzfahrzeug fährt Marlene zu ihrer Kundschaft, die innerhalb des S-Bahn-Rings wohnt, parkt das Lastenrad bequem und ohne Parkplatzsuche vor dem Haus und lernt dabei, ganz nebenbei, Berlin kennen. Mittlerweile kann sie die Fahrzeit sehr gut einschätzen, die sie für die Strecke zwischen zwei Kunden genötigt. Baustellen oder Staus verursachen keine Verspätung mehr, die lästige Parkplatzsuche entfällt und die Berliner „Berge“ sind dank der Unterstützung eines Elektromotors im Hinterrad nicht mehr vorhanden.
Ihre Zukunft als Friseurmeisterin sieht Marlene positiv. Ob sie allerdings in zehn Jahren noch mit ihrem Lastenrad durch Berlin fahren wird weiss sie nicht. Sie hat den Sprung von der Angestellten in einem Salon in die Selbstständigkeit geschafft. Ihre Stammkunden haben ihr die Treue gehalten und neue Kunden sind aufgrund der rollenden lila Visitenkarte hinzugekommen. So kann sie sich auch vorstellen später einmal mit einem Friseursalon sesshaft zu werden, denn Qualität setzt sich durch.

Marlene Harster

Es verhält sich bei Fahrrädern wie beim Haarschnitt: Investiere einen vernünftigen Betrag und der Zugewinn an Lebensqualität ist enorm.

Marlene / Friseurin
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Für Termine: 0176/23925956 oder info@marleneharster.de

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